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Der größte Teil unserer Strecke ist heute im Großraum LA, da könnte man doch denken, dass das schnell geht, leider ist es auch der langsamste Teil der Strecke.
So wirklich interessante oder neue Sachen können wir auf der Strecke nicht entdecken. Zwischen drinnen gibt es einen hässlichen Teil mit sehr viel Industrie.
Da hatten wir mehr vom kalifornischen Teil erwartet.
In LA County gibt es viele Schilder oder Hinweise, die auf die Route 66 aufmerksam machen, aber so richtig tolle Sachen aus vergangenen Zeiten sucht man hier eher vergebens.
Trotzdem ein paar nette Impressionen aus LA.

Jetzt fängt die Steinwüste so richtig an. Schilder warnen davor Passagen zu überqueren wenn es geregnet hat, weil dann alles geflutet ist. Am Straßenrand wieder Briefkastenansammlungen ohne dass man weit und breit ein Haus sieht?

Für uns ist diese Strecke die bisher abenteuerlichste. Die Straßen werden immer enger, führen in die Berge und winden sich um deren Kuppen. Zwei große Autos nebeneinander ist schon ganz schön eng… und wir sind auf der Seite an der es nach untern geht 

Der Weg durch die Berge geht ziemlich langsam voran. Immer wieder sehen wir „Eseläpfel“ am Straßenrand und Achtungsschilder mit Eseln drauf. Kurze Zeit später müssen wir anhalten, damit sie gemütlich an uns vorbei traben können.

Die Landschaft erinnert uns an das Bild auf unserem Reiseführer und kurze Zeit später finden wir die Stelle an der es aufgenommen wurde 

Da wir in Kalifornien keine Lebensmittel (oder nicht alles) einführen dürfen, haben wir vieles aufgebraucht und nicht neu gekauft. der Weg dauerte nun aber so lang, dass Charlies Essenszeit schon lange vorbei war. Also gab es für ihn Reis und Apfel. Dafür fand sie Mittagspause auf einem schönen Platz in der Wüste statt. Im Film „Früchte des Zorns“ muss die Familie eine solche Kontrolle über sich ergehen lassen.
Endlich haben wir den Colorado, der Arizona und Kalifornien trennt überquert.

Ein paar Meilen später dann die Inspektionsstelle für Lebensmittel. (Wir haben Charlies Abendbrei, den seltenen Zwieback und seinen Fencheltee schon in Sicherheit gebracht.)
Der Kontrolleur winkt uns ran, Wolf öffnet die Scheibe, dann wünscht er uns eine gute Weiterfahrt… Auch gut!
Nach unserem Mittagessen (16 Uhr) entscheiden wir uns die Interstate statt die Route 66 zu nehmen. Im Reiseführer steht, dass die Straße immer wieder sehr schlecht sein soll und bisher hat der Autor nie übertrieben.
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Es ist sehr heiß mitten in der Wüste und Charle darf seinen neuen „Haianzug“, der eigentlich zum Baden gedacht ist anziehen.

Die Talsperre ist riesig, sie staut das Wasser im Lake Mead. Es ist der größte Stausee der USA.
Er grenzt nicht nur die beiden Bundesstaaten Nevada und Arizona von einander ab, sondern während der Winterzeit auch zwei Zeitzonen. Im Sommer nicht, da Arizona keine Sommerzeit hat.
Die Talsperre ist nach dem 31. Präsidenten der USA benannt, Herbert C. Hoover.
Durch die Talsperre wurde Las Vegas zu dem, was es heute ist. Im für die Arbeiter neu gegründeten Boulder City waren Glücksspiel und und Alkohol verboten. Also verbrachten viele der Arbeiter ihre Freizeit in Las Vegas. es öffneten immer mehr Bars und Casinos.

Zurück auf dem uns schon bekannten Wakmart Parkplatz stellen wir fest, dass dies schon unsere letzte Nacht auf einem der „Walmart Campingplätze“ ist. In Californien gibt es auch einige, aber nicht so zentral wie bisher.
Der Parkplatz ist sehr voll, es parken sehr viele Wohnmobile im hinteren Bereich, aber wir finden einen guten Platz.
Nach dem Abendessen sehe ich schräg vor uns ein Wohnmobil aus Deutschland! Es muss erst angekommen sein. Vorher stand dort ein Auto. Leider treffen wir die Besitzer nicht. Und am Morgen waren sie schon weg.
Kingman, das Herz der Route 66 ist einen Besuch wert. Vorfällen die alte Eisenbahn hat uns sehr gefallen.

Auf dem Weg von Kingman nach Las Vegas haben wir uns überlegt einen Campground zu nehmen. Das Hotel Circus Circus hat auch einen Campingplatz für Wohnmobile und liegt direkt am „Las Vegas Strip“ also der Spielmeile.

Die Stadt ist wie viele Städte hier sehr weitläufig. Straßen sind breit und es gibt immer genug Spuren zum Fahren. 
Kurz frisch machen und dann ging es los.

Ein riesiges Hotel neben dem anderen, Musik, viele Menschen und Leuchtreklame. Wir sind den Las Vegas Boulevard einmal runter und dann mit dem Bus zum Stratosphere. Das Hotel hat einen 350, hohen Turm auf dem verschiedene Karussels und eine Aussichtsplattform sind.

Als die Sonne schon ein wenig niedriger stand ging es mit dem Bus wieder in Richtung Süden, um mitten im Geschehen zu sein.
Der Verkehr hat seit dem Nachmittag deutlich zugenommen und der Bus kommt nur sehr langsam voran, also sind wir schon früher ausgestiegen.
Alles leuchtet und blinkt… Aber ich hatte es mir ein wenig anders vorgestellt – mehr flackernde „Glühlampenschilder“ und weniger Monitore, die man zum Beispiel vom Times Square kennt.

Die großen Hotels zeigen nun immer wieder Shows. Das Bellagio zum Beispiel hat eine faszinierende Wassershow…

…das Mirage einen Vulkanausbruch mit Feuershow…
Dann war Bettzeit für Charlie und wir sind im Hotel Casion mit Babyfon schauen gegangen. Einmal den Einarmigen Banditen bedient und 10 Cent (!) gewonnen
Unser Hotel hatte auch noch einen Abenteuer Dom mit alles möglichen Karussells, die haben wir aber nur angeschaut.
Ja, dann sind wir voller Eindrücke auch ins Bett gefallen.
Unser erstes Ausflugsziel war für Charlie – Bearizona, ein Drive-Thru Tierpark in Williams. Das hört sich vielleicht sehr amerikanisch an, aber es handelt sich um einen Wildpark. Am Eingang wurden schnell noch die Gummis auf der Stoßstange abgeklebt, weil die Wölfe so gern daran knabbern (wahrscheinlich hat sie nicht gesehen, dass unser Wolf sie eh schon angenagt hat) 
Es gab zum Beispiel Ziegen, Wölfe, Bisons und Bären zu sehen.

Nach der Fahrt ging es noch in den Streichelzoo um Ziegen zu streicheln.

Zum Mittag waren wir wieder dran. In Williams gab es ein sehr cooles Diner „Cruiser’s Café 66“. Wir haben eine Familien-BBQ-Platte bestellt (für 2-4 Personen)… Ich glaube die hätte für 8 gereicht
Aber Amerika ist nicht nur das Land der Verschwendung, sondern auch der Doggy Bags! Also alles eingepackt und ab in den Kühlschrank. Jetzt haben wir die nächsten Tage mehr als genug zu Essen. Aber es hat sich gelohnt. Das Fleisch war super zart und der Cole Slaw der beste, den ich je gegessen habe!

Der Ort an sich ist sehr schön restauriert worden. Auch wenn es für meinen Geschmack ein bisschen viele vollgestopfte Souvenirläden gibt.
Der Route 66 Teil der Stadt ist wirklich toll.

Es geht weiter durch viele kleine süße Orte. Aber wir können nicht überall anhalten. Leider.

Wir merken schnell, dass hier die Route 66 wieder mehr zu leben beginnt als noch vor einigen hundert Meilen. Wir denken, dass viele den Anfang oder das Ende der „Motherroad“ besuchen und im mittleren Teil die Strecke allein wegen der fehlenden Besucher nicht so stark im Vordergrund steht. Mit dem Gand Canyon als beliebtes Ausflugsziel für Kalifornienbesucher bietet sich der Wiederaufbau der Strecke in Richtung Westen natürlich an.
Die Kulisse war einfach traumhaft, links leuchten hohe farbenfrohe Berge, die Straße bewegt sich meist geradeaus oder in saften Kurven in Richtung Westen und die Bäume strahlen in einem saftigen hellgrün aus dem sonst gelblich-grünen Boden.
Heute ging es also zum Grand Canyon. Wenn ich es mir so richtig überlege, hatte ich gar keine richtige Erwartungshaltung… Eher nur so etwas wie „das muss man gesehen haben, da möchte ich hin…“. Und das haben wir auch gemacht 

Den ersten richtigen Blick haben wir von einem historischem „Watchtower“ aus genossen.

Im Inneren, auf dem Weg nach oben – gleich nach dem Souveniershop – gab es sehr schöne Wandmalereien.

Und dann war es so weit, der erste richtige Blick auf dem Grand Canyon und den Colorado River.
Die Weite, die Farben, die Höhe… Einfach unbeschreiblich! Und ich frage mich, wie bekomme ich das sooo auf einem Bild festgehalten? In meinem Kopf ist es auf jeden Fall.

Auf dem Rundweg ging es mit dem Wohnmobil zu den unterschiedlichen Aussichtspunkten, einer faszinierender als der andere und doch sieht man eigentlich immer das selbe…



Nachdem wir das Wohnmobil auf dem Campingplatz abgestellt haben – jawohl, unser erster Campingplatz… hier oben gibt es keinen Walmart – haben wir den Bus genommen um weitere Aussichtspunkte anzuschauen.
Der Besuch hat sich wirklich gelohnt, aber so etwas in Worte zu fassen, fällt mir wirklich schwer!

Auf nach Arizona.






Im Reiseführer steht, man soll auf dem Nine Mile Hill in den Rückspiegel schauen um noch einen Blick über Albuquerque zu haben. Wir haben angehalten (sonst hätten nur Charlie und Wolf schauen können *grins*)
Die Landschaft wird immer einzigartiger. In der Ferne sehen wir große bunte Berge und Plateaus.
Plötzlich endet die Route 66 mal wieder und geht auf der Interstate weiter. Aber die alte Brücke darf man noch zu Fuß überqueren. Es ist die längste Brücke in New Mexico… Und so lang war sie gar nicht.

Es geht weiter durch verschiedene Indianer Reservate, so richtige Orte gibt es keine – nur Ansammlungen von Hütten. Leider darf man weder die Indianer noch die Wohnsiedlungen fotografieren. Da wir kein Restaurant finden und Charlie gar nicht einverstanden ist noch länger auf sein Mittag zu warten, halten wir an der nächstmöglichen Stelle an! wer hätte gedacht, dass wir heute in solch einer Kulisse Mittag essen!

Wir sind richtig sehen wir auf der Straße stehen!

Es geht weiter um die Plateaus herum, ich lese von der 180 Gradkurve „Dead Man“ die gleich kommen soll, Sage Wolf aber nur, dass im Reiseführer steht, dass er die Kurven sehr langsam fahren soll… nach der Kurve stellen wir fest, dass die Kurven im Harz weitaus schlimmer sind 
Zwischen den Plateaus sind einige schwarze Flächen zu sehen, Lava. Der McCartys Crater ist das letzte Mal vor 2000 bis 3000 Jahren ausgebrochen.

Bevor wir uns aufmachen, um im Red Rock State Park spazieren zu gehen, hatten wir noch einen wundervollen Panoramablick.

Leider war der Spaziergang sehr kurz (dafür effektiv für die Muskeln), da es plötzlich anfing zu stürmen. Als wir losgehen wollten, hielt uns ein Parkranger an. Wir dachten schon, dass wir dort nicht spazieren gehen können, weil der Park vielleicht zu hat… Nein! Er entschuldigte sich vielmals für den starken Wind und wenn er noch etwas tun könne, er ist zwar nur noch 30 Minuten da, aber bis dahin ist er uns gern behilflich. Sollten wir in die Berge wandern wollen, sollen wir vorsichtig wegen des Windes sein.
Als wir dann endlich alle Sand in den Augen hatten, sind wir zum Wohnmobil zurück gelaufen.
Hui, vor lauter Außerirdischen weiß ich gar nicht mehr wo mir der Kopf steht 
Aber zuerst gab es heute ein Super schönes Frühstück!
Eier, Bacon, Würstchen, frisch gepresster Orangensaft, Obst und New York Cheesecake Pancakes (!) mit Erdbeeren! LECKER!

Aber dann sind wir auch schon im All verschwunden 
Wenn ich ganz viel Zeit haben sollte
recherchiere ich den Roswell Vorfall von 1949 und Berichte euch davon. In aller Kürze, soll im Sommer 1949 in Roswell ein UFO abgestürzt sein. Ein Farmer hatte es gefunden, sich aber nichts dabei gedacht. Erst nachdem er von den UFO Sichtungen in Washington (? Oder jedenfalls im Norden der USA) hörte ging er zur Polizei. Die Army hat alles sichergestellt und bestreitet, dass es sich um ein UFO handelt.
Zum Roswell Vorfall gibt es viele Meinungen… Hier ist auch eine Karte, die ich im Laden gefunden habe.
Aber es gibt auch andere Dinge in der 3500 Einwohner großen Stadt, zum Beispiel das älteste Gerichtsgebäude in New Mexico von 1906.

Kurz nachdem wir die Stadt verlassen wird es einsam und seeeehr weit!
Und diese Freiheit genießen wir auch 

Wir fahren einen kleinen Umweg durch Lincoln County, um auf den Spuren von Billy the Kid zu fahren.
Er ist eine der bekanntesten Legenden der Westerngeschichte und auch unter den Namen Kid Antrim, Henry Antrim, Henry McCarty oder William H. Bonney bekannt.
Bis er von einem Sheriff aus dem Hinterhalt getötet wurde, soll er bis zu 21 Morde begangen haben. Er spielte eine zentrale Rolle im Lincoln-County-Rinderkrieg.

Zum Mittag haben wir dann mal wieder eine Kuriosität der Amerikaner entdeckt… Ich meine wir lieben Fleisch, wirklich sehr! Aber Bacon in Eis oder auf Brownie oder im Milchshake… Hmm… Ein wenig zu viel des Guten 


Unser Ziel ist Roswell, die UFO-Stadt!
Es geht vorbei an Ölfeldern und Farmen durch Steppenland…


…immer wieder tauchen einsame Briefkastenansammlungen am Straßenrand auf.

Dann verlassen wir Texas wieder und passieren die Staatsgrenze und werden von New Mexico begrüßt!
Die Landschaft wird hügeliger, die Ölfelder bleiben vorerst. Der Südosten New Mexicos liegt, genau wie Mifland Permian Basin.
Neben der hügeligen Steppe sehen wir auch immer wieder Salzfelder.

Roswell steht ganz im Zeichen der Ufos, beim Spaziergang haben wir allerlei Außerirdisches gesehen!
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