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Als Franzi Feierabend hatte, ging es noch einmal zum Strand vom ersten Tag.

Die Kinder durften eine 7Up vom Kiosk trinken und Charlie besorgte kurz noch zwei Becher auf portugiesisch.
Es hing die gelbe Fahne, und die Wellen waren wirklich sehr hoch. Es war wie ein kleines Spiel: Wir sahen die Welle anbrausen und ahnten schon anhand der Höhe, die sie beim Brechen erreichte, ob das Wasser es über den kleinen Hügel schaffen würde. Dann wurde es sehr spannend zu sehen, wie weit das Wasser an die Decken und Tücher in der ersten Reihe reichte.



Wir mussten auch mehrfach unseren Liegeplatz in der ersten Reihe nach hinten verschieben, weil die Wellen das Wasser immer näher zu uns spülten. Es war eigentlich ganz lustig anzusehen, welcher Platz als nächstes weiter nach hinten rücken musste.

Irgendwann wurden einige Menschen am Wasser unruhig, und schon kamen auch zwei Rettungsschwimmer angelaufen. Die beiden Mädels neben uns waren zu weit hinausgeschwommen und kamen nicht mehr aus eigener Kraft an Land, so stark war die Strömung. Zum Glück ist noch einmal alles gut gegangen, und die beiden kamen mit einem riesigen Schrecken davon. Die Rettungsschwimmer änderten daraufhin die Flagge auf rot, sodass das Baden komplett verboten war, und liefen sehr aufmerksam am Strand entlang.

Zum Abendessen gab es frisch gemachte Sandwiches vom Kiosk. Lenny wollte noch eine Tüte Chips am Kiosk kaufen und lernte von Franzi noch schnell, was er sagen sollte. Das hat sehr gut geklappt. Bis zum Sonnenuntergang konnten wir den kalten Wind noch aushalten, dann wurde es zu frostig, und wir packten unsere Sachen für den Heimweg zusammen.









Ein schön entspannter letzter Tag.



Im Anschluss ging es zu einem tollen Aussichtspunkt. Von hier aus kann man die Burg, das Zentrum und den Strand von Sesimbra sehen. Das Besondere an diesem Ort ist eine große Schaukel, auf der man das Gefühl hat, in den Himmel fliegen zu können. Wir hatten viel Spaß beim Schaukeln.




Da ich mich an einen weiteren Dinosaurierfundort erinnerte, den mir Franzi auf dem Weg nach Espichel gezeigt hatte, beschlossen wir, auch dort noch hinzufahren, damit auch Wolf und die Kinder die Kirche und den Leuchtturm sehen konnten.
Der zweite Weg zu den Dinosaurierabdrücken war ziemlich weit und auch gar nicht so einfach für mich zu bewältigen. Aber mit viel Zeit und Geduld haben wir auch diesen Weg geschafft. Zwischendurch hatten wir immer wieder wunderbare Ausblicke auf das Meer und die Klippen.





Nun war es Zeit für einen kleinen Snack, den wir an einem kleinen Imbiss in Espichel zu uns nahmen.


Ein kurzer Spaziergang zur Kirche, und dann wollten wir noch ein oder zwei Fotos vom Leuchtturm (für Andi) machen.

Zufällig sahen wir, dass der Leuchtturm am Mittwoch geöffnet ist, allerdings nur zu bestimmten Zeiten. Es war gerade kurz nach 16 Uhr, und die nächste Führung sollte um 16:15 Uhr starten. Der Leuchtturm ist noch immer aktiv, und der Leuchtturmwärter wohnt direkt nebenan. Er zeigte uns den Maschinenraum und den Generator, der immer anspringt, wenn der Strom ausfällt. Leider konnte ich nicht mit nach oben, da eine sehr enge Treppe in den 32 Meter hohen Turm führt. Die erste Treppe hat 135 Stufen, und die zweite dann noch einmal 15.

Die Stufen führten auf das Dach des Leuchtturms, dessen Licht 48 km weit sichtbar ist. Dies verdankt er der 1.000-Watt-Glühlampe. Früher wurde das Licht mit Olivenöl erzeugt, später wurde dann Petroleum verwendet. Charlie und Wolf konnten die Lampe im Detail betrachten – ihre Größe ist wirklich beeindruckend! Sie konnten sogar einmal um die Lampe herumlaufen.




So ein Leuchtturm ist wirklich beeindruckend.


Unser Rundgang begann mit einer kleinen Kirche, die durch ihre beeindruckenden Wandmalereien auf Fliesen beeindruckte.



Darüber hinaus gibt es hier:
Eine Olivenölmühle, in der früher das Pressen der Oliven unter militärischer Aufsicht stattfand.
Eine Fleischerei, die vermutlich für den Verkauf und die Verarbeitung von Rindern genutzt wurde.
Mehrere Kornspeicher, die über das Gelände verteilt waren. Diese Speicher bestanden aus krugförmigen Löchern im Boden, in denen das Korn gelagert und mit Steinen abgedeckt wurde.
Und natürlich viele wunderbare Sichten auf die Küste.



Im Anschluss gönnten wir uns eine erfrischende Limonade und ein Eis am Kiosk.


Nach dem Burgbesuch fuhren wir in die Stadt. Dort besichtigten wir das Fort direkt am Stadtstrand, das ebenfalls einen wunderschönen Blick auf den sich darunter ausbreitenden Strand bot. Nach einem gemütlichen Stadtbummel und einer kleinen Stärkung kehrten wir schließlich in unsere Unterkunft zurück, um zu entspannen.



Der Sockel von Cristo Rei ragt 82 Meter in die Höhe, und die Statue selbst fügt noch einmal 28 Meter hinzu. Von dort oben bot sich uns ein atemberaubender Ausblick auf Lissabon und die Ponte de 25 Abril, die den Fluss Tejo überspannt. Obwohl die Warteschlangen lang waren, hat sich das Warten absolut gelohnt.


Nach dem Besuch fuhren wir mit der Fähre nach Lissabon hinüber. Lennys Wunsch war es, einen frischen Ananas Cocktail aus einer aufgeschnittenen Ananas zu trinken.

Nachdem dieser Wunsch erfüllt war, machten wir einen kleinen Spaziergang am Wasser entlang und kamen an einen Platz, wo wir eine alte rote Straßenbahn entdeckten. Obwohl die rote Straßenbahn charmant aussah, wollte ich unbedingt mit einer der klassischen gelben Bahnen fahren – und glücklicherweise ließ die nächste nicht lange auf sich warten.


Wir entschieden uns für die Linie 25, die durch die ruhigeren, authentischen Viertel Lissabons führt. Unser Ziel war der Quiosque 28, an der Endhaltestelle der Linie. Eigentlich hatten wir den Ort nur ausgewählt, weil wir dort nicht umkehren konnten und die Bahn hier nicht weiterfuhr. Doch es stellte sich als Glücksgriff heraus: Ab 17 Uhr war dort Happy Hour für Aperol und Gin Tonic. Perfekt! Schnell hatten wir Getränke und einen Snack bestellt. Die Besitzerin, eine sehr herzliche Frau, erklärte uns, dass die Pommes ein wenig länger dauern würden, weil sie mit ganz viel Liebe frisch zubereitet werden. Und tatsächlich – sie wurden sogar frisch geschnitten!


Die Besitzerin erzählte uns ihre Geschichte: Vor sieben Jahren war sie mit einem Erasmus-Programm von Frankreich nach Lissabon gekommen und hatte sich so in die Stadt verliebt, dass sie einfach blieb. Außerdem gab sie uns einen großartigen Tipp für unseren geplanten Besuch in Carcassonne, wenn wir von Toulouse aus starten würden. Die entspannte Atmosphäre des Quiosques lud uns zum Verweilen ein. Schließlich nahmen wir die Linie 25 zurück und machten an der Flusspromenade halt, wo wir ein kleines Abendessen genossen, bevor es mit der Fähre zurück zum Auto ging.




Auf der anderen Seite angekommen, lag die Ponte de 25 Abril im goldenen Licht der untergehenden Sonne, und wir blieben einen Moment, um das Bild zu genießen (und zu fotografieren).
Kurz darauf bemerkten wir den Supermond, der tief am Horizont stand. Wir nutzten die Gelegenheit für ein paar Fotos, bevor wir uns auf den endgültigen Rückweg machten.







Nach dem lebendigen Markttreiben unternahmen wir einen entspannten Spaziergang durch die malerischen Gassen des Städtchens. Da es Sonntag war und die meisten Geschäfte geschlossen hatten, herrschte eine ruhige und angenehme Atmosphäre in der Stadt.




Die kleinen, charmanten Häuschen und die bunt geschmückten Gassen verströmten einen ganz besonderen Charme. Inmitten dieses Gewirrs aus Gassen entdeckten wir ein kleines Café, wo die Kinder sich zwei Kugeln Eis aussuchen durften. Da die Kugeln so riesig waren, hatten wir alle etwas davon.



Am Abend kochten wir dann eine Hühnersuppe für Lenny, der sich leider erkältet hatte und mit Husten und Schnupfen kämpfte.




Wir setzten unsere Erkundung fort und kamen zum Leuchtturm, aber auch dort gab es keinen Markt. Stattdessen wurden wir erneut einem tollen Blick nach ein paar Schritten.

Nachdem wir die Jungs eingesammelt hatten, ging es weiter zur Lagoa de Albufeira.

Die Lagune selbst war gut besucht, doch das stehende Gewässer roch etwas, sodass wir uns dagegen entschieden dort zu baden. Derzeit gibt es hier in der Kommunalpolitik Diskussionen darüber, ob der künstliche Zulauf zum Meer, der normalerweise geöffnet ist, wiederhergestellt werden sollte.
Schließlich entschieden wir dazu unseren Sitzplatz für den Nachmittag am Meer aufzubauen. Charlie schnappte sich sein Bodyboard, und Franzi und er versuchten damit draußen auf den Wellen etwas Spaß zu haben. Lenny hingegen verbrachte viel Zeit damit, im Sand zu spielen.








Zum Abschluss des Tages fanden gab es Tortillas.


Schon auf dem Parkplatz hatte man eine herrliche Aussicht.

Ich wusste, dass es einige Stufen hinunter ging, aber in meiner Vorstellung waren es viel weniger Stufen. Mit einem Trick und einer Krücke funktionierte der Abstieg jedoch hervorragend.
Wir bauten die Strandmuschel und den Sonnenschirm auf. Die Wellen waren sehr hoch, sodass wir anfangs nur mit den Füßen ins Wasser konnten. An sich war es am Strand recht leer – im Vergleich zu Marseille waren wir quasi allein.








Mit Aperol Spritz, einem kleinen Picknick und später noch einem Kännchen Sangria verbrachten wir die Zeit bis zum Abendessen.





Die Kinder spielten Fußball, mit dem neuen Football, und hatten viel Freude am Bodyboard, das wir am Morgen gekauft hatten. Wir standen immer wieder am Strand in den Wellen oder saßen am Wasser und ließen uns die Wellen um die Füße spülen. Zwischendurch beobachteten wir ein paar Surfer, die sich über die Wellen hermachten. Das Wasser glitzerte türkisfarben und das Beobachten der Wellen entspannte uns sehr. Herrlich. Ein richtiger Entspannungstag.




Nach dem Strandbesuch waren alle hungrig, und wir machten einen Stopp in einem kleinen Gartenlokal. Ich bestellte die Spezialität Francesinha. Das Sandwich war wirklich sehr lecker, und die Soße würde ich gerne noch einmal woanders probieren.


Zum Abschluss – wie könnte es anders sein – durften die Kinder noch ein Eis essen. Heute waren wir alle sehr erschöpft, und nachdem wir endlich die kleinen Steinchen von uns entfernt hatten, fielen wir glücklich und müde in unsere Betten.

Am Busbahnhof fanden wir recht schnell das Abfahrtsgate und warteten. Die Anzeige zeigte bereits eine Abfahrt um 10:45 Uhr statt um 10:30 Uhr an. Als es dann zehn vor elf war, stand der Bus plötzlich nicht mehr an unserer Anzeigetafel am Gate, und wir wussten nicht, wie es weiterging. Wolf schaute irgendwann auf sein Handy, das uns verriet, dass der Bus ein technisches Problem hatte. Ich checkte meine Mails und las, dass der Bus nun um 10:52 Uhr abfahren sollte. Wir waren gerade auf dem Weg zu einem Schalter und hatten den Kindern gesagt, dass sie uns anrufen sollen, falls doch ein Bus kommen würde. Sie riefen an und kamen uns schon ganz aufgeregt entgegen.
Der Bus war offenbar ausgetauscht worden und bot nun wirklich wenig Komfort. Es war eher ein Reisebus für einen 2- bis 3-stündigen Ausflug und nicht für eine Fahrt von fast acht Stunden. Das bedeutete auch, dass es keine Toilette oder Steckdosen gab.



Nach drei Stunden Fahrt hielten wir an einem Bahnhof. Der Fahrer sagte, dass wir eine kurze Toilettenpause machen würden und in fünf Minuten weiterfahren. Wir beeilten uns sehr. Als ich nach drei Minuten fertig war, war die Schlange immer noch sehr lang.
Zurück im Bus waren wir sehr hungrig, und ich schmierte ein paar Tortilla-Wraps. Eine spannende Sache ohne Tisch. Aber sie waren sehr lecker und irgendwie funktionierte es mit der Rückseite der iPad-Tastatur als Tisch doch ganz gut.

Gerade als wir aufgegessen hatten, fuhr der Bus an eine Tankstelle und der Fahrer sagte: „20 Minuten Pause.“ Hätte das mal jemand vor einer Viertelstunde gewusst. Wir nutzen die Pause für ein Eis.
Die Weiterfahrt wurde grüner und führte an einigen kleinen Seen und Flüssen vorbei. An der Autobahn waren zwischen den Gegenfahrbahnen große Rhododendronbüsche gepflanzt. Als wir über die Grenze nach Portugal fuhren, schaute ich gerade auf die Uhr und schwups – die Zeit stellte sich automatisch um eine Stunde zurück.

Kurz vor Lissabon sahen wir ganz viele Flamingos im Wasser stehen, wunderbar. Am Bahnhof angekommen, nahmen wir ein Uber zu Franzi nach Sesimbra.

Der Hunger war schon groß, sodass wir versuchten, schnell in die Stadt zu fahren. Auch hier war alles sehr voll, da es überall Feierlichkeiten zu Mariä Himmelfahrt gab.

Die Restaurants waren ebenfalls überfüllt. Franzis Freundin Marfalda hatte uns schon auf die Warteliste eines Restaurants setzen lassen, trotzdem warteten wir sehr lange. Um 22:30 Uhr kam dann endlich unser Essen. Wir waren schon etwas ausgehungert, aber es gab viele leckere Spezialitäten, wie Tintenfischarme, Pommes, Rindfleisch mit Spiegelei, Reis, Krebspaste, Knoblauchbrot und Gambas. Begleitet wurde das Ganze von einem leckeren Sangria Branca – traumhaft.


Zu Hause angekommen stellte uns Franzi eine weitere Spezialität der Region vor: Mandellikör mit Eiswürfeln und einem Schuss Zitrone.

Danach fielen wir alle ins Bett.
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