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Ein bisschen verplant sind wir dann zum Bahnhof aufgebrochen. Der nächste Zug nach Carcassonne sollte um 11:04 Uhr fahren, aber für diesen waren Sitzplatzreservierungen notwendig. Wir sind dennoch zum Bahnhof gefahren, um zu schauen, ob wir noch einen Sitzplatz bekommen könnten. Leider war der Zug komplett ausgebucht. Was wir aber gelernt haben, ist, dass Sitzplatzreservierungen gleich viel kosten, egal wie lang die Strecke ist. Das ist in Deutschland ja auch so, aber dort kostet ein Sitzplatz keine 12 Euro und ist in den regulären ICEs auch nicht Pflicht.
Also entschieden wir uns, auf den Zug um 11:45 Uhr zu warten. Um die Zeit zu verkürzen, haben wir einen kleinen Abstecher zum Haribo-Laden am Place du Capitole gemacht.

Dann ging es zurück zum SNCF-Bahnhof und fast direkt in den Zug nach Carcassonne. Die Stadt um die Burg ist ein süßes kleines Städtchen. Wir mussten ein ganzes Stück laufen, um hoch zur Burg zu kommen, aber es hat sich gelohnt. Ich war vor mehr als einem Vierteljahrhundert schon einmal hier, mit dem Französischkurs, und heute sah es noch genauso schön aus. Meine Freundin Janine erkannte es auf meinem Foto im WhatsApp-Status auch sofort wieder.




Als Snack gab es einen Crêpe – das war Lennys großer Wunsch. Nachdem wir noch ein wenig durch die Stadt geschlendert und einen Laden mit dem Spiel „Carcassonne“ und den Erweiterungen durchstöbert hatten, überlegten wir, uns auf den Rückweg zu machen. Kurz den Zugfahrplan gecheckt – der Zug fährt nur alle zwei Stunden – und wir hatten Glück: Der Weg zum Bahnhof dauert ca. 30 Minuten, und der Zug fuhr in 45 Minuten.









Wolf hatte heute Morgen vom Flugzeugmuseum gelesen, das direkt neben dem Airbus-Werk liegt. Ursprünglich wollte ich gerne mit allen eine Werksführung machen. Die hatte mir damals sehr gut gefallen, aber mittlerweile ist das nicht mehr so wie zu meinen Schulzeiten; man kann alles nur noch hinter Glas sehen. Das Museum liegt zwar auf der anderen Seite von Toulouse, aber das war für uns in Ordnung.
Das Museum hatte einige tolle Flugzeuge ausgestellt, die wir auch von innen besichtigen konnten. Darunter waren ein Airbus A-300B, die Concorde, ein Super Guppy und zu unserer großen Freude ein A-380! Wir waren sehr begeistert von dem Museum.









Gegen 18:30 Uhr waren wir von Flugzeugen gesättigt, hatten aber langsam Hunger auf das Abendessen. Auf dem Hinweg hatten wir entdeckt, dass der Bus, der auch in der Nähe unserer Unterkunft hält, eine Tramstation weiter ebenfalls hält und schneller in der Stadt ist. So stiegen wir in den Bus 70 ein und suchten an der Strecke ein nettes Restaurant. Um von der Haltestelle zum Restaurant zu gelangen, mussten wir über eine große Brücke über die Garonne. Das Essen war super lecker!






Wir checkten schnell den Busplan und entschieden uns, den nächsten Bus zu nehmen. Google zeigte mir an, dass wir zur nächsten Haltestelle laufen sollten und nicht zu der, an der wir ausgestiegen waren. Gesagt, getan. Kurz vor der Bushaltestelle war die Straße gesperrt, sodass der Bus die Haltestelle nicht anfahren konnte. An der Haltestelle selbst stand nichts, aber in der App der öffentlichen Verkehrsmittel war vermerkt, dass diese und die nächsten vier Stationen nicht angefahren werden. Also hieß es nun, schnell zur anderen Haltestelle zu laufen. Kurz nach der Haltestelle kam uns der Bus entgegen und hielt leider nicht an, als wir winkten. Wir wussten, dass der Bus alle 20 bis 30 Minuten fährt. Nun hieß es warten, als wir die Haltestelle erreicht hatten. Ich wollte kurz checken, wann genau der nächste Bus kommt, und sah, dass es der letzte gewesen war. Nun blieb uns nur übrig, ein Uber zu rufen. Die Fahrstrecke dauerte auch nur 10 Minuten.
Nun sind wir schon ein Weilchen zu Hause und haben die Koffer für unsere Weiterfahrt nach Paris gepackt.
]]>Frühstück gab es dann am Bahnhof, bevor wir uns zur Sicherheitskontrolle aufmachten. Mittlerweile legten wir, in unserer Sicht schon recht professionell, alles auf das Band. Und schwuppdiwupp war Charlies Bauchtasche weg. Sie war beim Verlassen des Gepäckbands zwischen das Band und ein Gitter gefallen, sodass er halb darunterkriechen musste, um sie zurückzubekommen.
Die Schlange beim Einstieg war sehr lang. Wir versuchten, sie abzukürzen, aber diesmal brachten uns die Krücken keinen Vorteil. Das liegt wohl im Auge des Betrachters. Dennoch ging es recht zügig voran.
Die Strecke kannten wir schon vom Hinweg, daher war es nicht ganz so schlimm, dass wir rückwärts fahren mussten. Dennoch war die Landschaft wieder wunderschön, und wir entdeckten immer wieder Neues.

Zwischen Spanien und Frankreich kam die Polizei in den Zug, um die Pässe zu kontrollieren.
Danach schauten wir weiter in die Ferne und bewunderten die Pyrenäen. Immer wieder tauchten kleine Schlösser und Burgen am Horizont auf.



Am interessantesten fand ich die Strecke zwischen Perpignan und Narbonne. Hier fährt der Zug zwischen dem Mittelmeer und einem Feuchtgebiet entlang. Man ist umgeben von Wasser, schmalen Landstrichen und kleinen Inseln. Wir passierten eine Salzfabrik und sahen unzählige Flamingokolonien.


In Narbonne gab es ein zweites, kleines Frühstück mit Crêpes, Nutella und Sahne. Charlies Augen strahlten.

Der zweite und letzte Zug für diesen Tag war eine Regionalbahn. Wir fuhren unter anderem an Carcassonne vorbei, unserem morgigen Ziel.

Der zweite und letzte Zug für diesen Tag war eine Regionalbahn. Wir fuhren unter anderem an Carcassonne vorbei, unserem Ziel für den nächsten Tag. Nun stellten wir uns wieder die Frage: Wie funktioniert eigentlich der ÖPNV in der Stadt, in der wir gerade sind? Am wenigsten laufen müssen wir, wenn wir mit dem Bus fahren. Dazu mussten wir vom Bahnhof aus einmal umsteigen. Auf dem Weg von einer Haltestelle zur nächsten sahen wir, wie unser Bus wegfuhr. Der nächste kam dann erst 26 Minuten später. Gegenüber war ein Supermarkt, also nutzten wir die Zeit, um das Nötigste einzukaufen.
Charlie hatte im Bus die Aufgabe, unseren Einkauf festzuhalten. Bei einer starken Bremsung fiel die Tasche auf den Boden und zerriss. Und nun? Alle Taschen sind voll. Eine aufmerksame und sehr nette Frau kam sofort mit einem Plastikbeutel zu uns und schenkte ihn uns. Wir waren so dankbar!
In der Unterkunft führte der erste Weg direkt zum Pool, und Wolf und ich überlegten, was wir eigentlich in Toulouse anschauen wollten.

Da die Zeit begrenzt war und wir heute früher ins Bett gehen wollten, fiel uns ChatGPT ein. Wir baten um einen 2- bis 3-stündigen Ausflug und gaben unsere Start- und Zieladresse ein.
Heraus kam eine Tour zum Capitole, zur Basilika Saint-Sernin und zum Couvent des Jacobines. Auch der Weg dorthin war wirklich sehenswert.












Aber so ein langer Tag macht auch ganz schön müde.

Lenny beschloss auf dem Weg zur Bahn, mit der wir in die Stadt fahren wollten, dass es ja schon spät genug ist und wir eigentlich auch schon Pommes essen könnten – schließlich ist es schon Mittag. So gab es zum Frühstück bei sehr netter Bedienung Spiegelei mit Bacon und Pommes, dazu einen frisch gepressten Orangensaft.
Der Kellner sah Lennys Barca-Trikot an und erklärte uns, dass das nicht der richtige Verein sei. Hier würde man sein Herzblut dem Real Club Esportiu Espanyol de Barcelona schenken. Sie spielen auch in der LaLiga, aber natürlich nicht so weit oben wie Barca. Allerdings seien sie auch nicht so kommerziell und geldgetrieben. Gemeinsam zogen wir den Vergleich zum FCB, und er stimmte uns zu. Das Vereinslogo hatte er sich auf die linke Brust tätowieren lassen.
Weiter ging es zur Bahn. Hier entdeckten wir ein Tagesticket, das wir uns kauften. Damit können alle öffentlichen Verkehrsmittel innerhalb von 24 Stunden genutzt werden, was auch sehr gut zu unserer Abreise passte.
Der erste Stopp war La Rambla. Von hier schlenderten wir quer durch die Gassen in Richtung Hafen. La Rambla selbst war uns zu voll mit Touristen, aber die kleinen, wunderbaren Gassen rundherum waren viel leerer, wunderschön und schattig.



Irgendwann erinnerte ich mich an ein Bild, das ich vor ein paar Wochen bei Nicole und Frank im Flur gesehen hatte. Ich war vor vielen Jahren schon einmal auf diesem Platz in einem Hinterhof und erzählte Wolf, dass ich das Gefühl habe, er sei ganz in der Nähe. Ich hatte Glück – so war es – und die kleine Fotosession begann. Nach ein paar Perspektiven war ich zufrieden, und wir liefen weiter.


Natürlich sind wir immer auf der Suche nach einem Eis; unser Motto lautet ja: „Ok, but first Gelato!“ Zufällig fanden wir etwas Besseres als „nur Gelato“ und Lenny kann von Glück reden, dass wir auf der La Rambla gesagt hatten: Nein, es gibt KEIN Eis bei Burger King. Charlie erinnerte sich auch sofort an das Eis, das wir beim letzten Barcelona-Aufenthalt gegessen hatten – es war wie eine Rose geformt, hatte aber auch einen sehr stolzen Preis. Diesmal fanden wir Eis mit Churros und waren alle begeistert. Wolf wollte keines, konnte aber die Reste von Lennys Eis essen, weil die Portion wirklich groß war.




Nach ein paar weiteren Gassen sahen wir schon den Hafen.




Von unseren Freunden hatten wir schon gehört, dass die Hafenpromenade durch den America’s Cup sehr belebt ist und einige Stände hat. Wir nahmen Kurs auf die Flaniermeile, um uns selbst ein Bild zu machen. Vor einer großen Leinwand blieben wir stehen. Es lief das Finale der Vorrunde, bei dem Neuseeland und Italien gegeneinander antraten. Lange führte Neuseeland, bis die Italiener angriffen und in der fünften von sechs Runden vorne lagen. Die Katamarane waren unheimlich schnell unterwegs. Am Ende besiegten die Neuseeländer die Italiener im 37. America’s Cup. Es herrschte eine tolle Stimmung, und das Rennen war sehr spannend.


Auf dem Heimweg wurden wir kurz vor dem Hotel von einem kurzen Regenschauer erwischt. Wir stellten uns in einen Hauseingang. Danach hielten wir noch an, um ein paar Tapas zu essen. Danach ging es zum Abschluss noch eine Runde in den Pool.








Nur eine Straße weiter fanden wir ein kleines Café, in dem wir uns einen Platz suchten. Wir bestellten Pan Rustico con Tomate und erhielten ein getoastetes Baguette, ein Schälchen mit geschältem Tomatenmus und eine kleine Schale Olivenöl. Es schmeckte gar nicht schlecht.



Danach holten wir unser Gepäck und machten uns auf den Weg zum Bahnhof. Unterwegs entdeckten wir einen viel kürzeren Weg, den wir am Vorabend hätten nehmen können. Der Bahnhof wurde gerade umgebaut, sodass wir leider nicht durch den kleinen Dschungel laufen konnten, der uns ins Auge gefallen war, aber er sah trotzdem toll aus.

Zunächst ging es durch die Sicherheitskontrolle, danach machten wir uns auf den Weg zum Gleis. Als wir kurz davor waren, entdeckten wir schon die sehr lange Schlange, in die wir uns einreihen mussten, um unsere Sitzplatzreservierung vorzuzeigen. Erstaunlicherweise ging es jedoch recht schnell. Der Mitarbeiter, der unsere Tickets kontrollierte, teilte uns mit, dass wir wegen der Krücken beim nächsten Mal nicht in der Schlange warten müssten, sondern einfach vorgehen könnten.

Nach einer kurzweiligen, dreistündigen Zugfahrt kamen wir schließlich in Barcelona an. Noch ein paar Stationen mit der Metro und dem Bus trennten uns von unserer Unterkunft. Was wir nicht wussten: Wenn man die Verkehrsmittel wechselt, muss man ein neues Ticket kaufen. Letztendlich wären wir mit einem Uber fast günstiger und schneller gewesen.

In unserer Unterkunft angekommen, bezogen wir unser Zimmer, und die Jungs sprangen sofort in den Pool – die Freude war riesengroß.





Wir schrieen unsere Freunde, die ein Airbnb im selben Viertel hatten, und kündigten an, dass wir bald zu ihnen aufbrechen würden. Zuvor wollten wir jedoch noch schnell neue Pflaster für Wolf kaufen und ein paar Getränke für den Abend besorgen. Leider stellte sich „schnell“ als kompliziert heraus. Wir gingen ins nahegelegene Einkaufszentrum, um dort den Supermarkt zu finden. Zu unserem Ärger gelangte man mit den Aufzügen, die mitten im Gebäude standen, nicht in die untere Etage. Nach einer gefühlten Ewigkeit und mehreren Nachfragen bei Verkäufern fanden wir schließlich den Weg und entkamen dem Labyrinth. Doch der nächste Irrgarten wartete schon auf uns: Der Supermarkt entpuppte sich als Megamarkt, was für kurze oder langsame Beine definitiv nichts war.
Nachdem wir uns mit Getränken eingedeckt hatten, riefen wir ein Uber. Allerdings war es mittlerweile schon so spät, dass es mitten am Samstagabend nicht mehr möglich war, eines zu bekommen. Also bestellten wir stattdessen ein Taxi. Der Fahrer war sehr freundlich und hörte gerade den Anstoß des Spiels Barça gegen Bilbao im Radio. Lenny trug sein Barça-Messi-T-Shirt, und so kamen wir schnell ins Gespräch. Der Fahrer erzählte uns, dass er in der Gegend, in der er uns umherfuhr, aufgewachsen sei und Barça sehr gern möge. Spanischer Fußball im Radio ist allerdings schwer verständlich, da die Kommentatoren unglaublich schnell und emotional sprechen. Trotzdem konnte man gut mitverfolgen, was auf dem Spielfeld passierte. Immer wieder fielen Spielernamen, sodass wir zumindest grob wussten, wo sich der Ball gerade befand. Lewandowski, der im Sturm spielte, wurde oft erwähnt. Die Jungs erkannten viele weitere Namen und erklärten uns die möglichen Spielzüge. Leider dauerte die Fahrt nur knapp zehn Minuten.
Im Garten bei Nicole und Frank wartete eine kleine Oase auf uns. Die Jungs sprangen erneut in den Pool, während wir den Abend mit Quatschen und leckeren Tapas verbrachten – einfach herrlich! Gegen 1 Uhr fragte Charlie schließlich, warum auf Franks iPad 01:10 Uhr stand. Er konnte kaum glauben, dass es tatsächlich schon so spät war. Wir fielen daraufhin alle total müde in unsere Betten.



Da wir noch Zeit haben und ein wenig Hunger verspüren, geben wir unser Gepäck ab und schlendern durch das Zentrum. Charlie entdeckt eine Taco Bell-Werbung. Ausnahmsweise essen wir dort zu Mittag und denken an unseren Urlaub in Texas vor einem Jahr.


Danach geht es zum Bus. Der Bus ist sehr leer, und wegen meiner Krücken dürfen wir als Erste einsteigen. Unsere Plätze sind fast ganz hinten. Nachdem alle eingestiegen sind, kommt der Busbegleiter und sagt uns, dass wir die hinteren Plätze nach Belieben belegen können. So konnte ich ganz hinten in der Mitte sitzen und mein Bein ausstrecken.



Wir fahren wieder über die Brücke aus Lissabon. Dabei sehen wir Arbeiter, die etwas aus dem Watt holen. In Portugal gibt es auch Flamingos, die wir in großen Scharen vom Bus aus beobachten können.


Bei unserer ersten Pause kaufen wir uns noch ein letztes Mal Pastéis de Nata. Wir machen später eine zweite Pause. Trotz eines ab und zu meckernden Babys vergehen die sieben Stunden Fahrt recht schnell.

In Madrid angekommen, versuchen wir uns am Bahnhof zurechtzufinden. Irgendwann sind wir draußen und finden den Weg zu unserem Hostel. Es gibt noch ein kleines Abendessen, bevor die Kinder ins Bett gehen.





Als Franzi Feierabend hatte, ging es noch einmal zum Strand vom ersten Tag.

Die Kinder durften eine 7Up vom Kiosk trinken und Charlie besorgte kurz noch zwei Becher auf portugiesisch.
Es hing die gelbe Fahne, und die Wellen waren wirklich sehr hoch. Es war wie ein kleines Spiel: Wir sahen die Welle anbrausen und ahnten schon anhand der Höhe, die sie beim Brechen erreichte, ob das Wasser es über den kleinen Hügel schaffen würde. Dann wurde es sehr spannend zu sehen, wie weit das Wasser an die Decken und Tücher in der ersten Reihe reichte.



Wir mussten auch mehrfach unseren Liegeplatz in der ersten Reihe nach hinten verschieben, weil die Wellen das Wasser immer näher zu uns spülten. Es war eigentlich ganz lustig anzusehen, welcher Platz als nächstes weiter nach hinten rücken musste.

Irgendwann wurden einige Menschen am Wasser unruhig, und schon kamen auch zwei Rettungsschwimmer angelaufen. Die beiden Mädels neben uns waren zu weit hinausgeschwommen und kamen nicht mehr aus eigener Kraft an Land, so stark war die Strömung. Zum Glück ist noch einmal alles gut gegangen, und die beiden kamen mit einem riesigen Schrecken davon. Die Rettungsschwimmer änderten daraufhin die Flagge auf rot, sodass das Baden komplett verboten war, und liefen sehr aufmerksam am Strand entlang.

Zum Abendessen gab es frisch gemachte Sandwiches vom Kiosk. Lenny wollte noch eine Tüte Chips am Kiosk kaufen und lernte von Franzi noch schnell, was er sagen sollte. Das hat sehr gut geklappt. Bis zum Sonnenuntergang konnten wir den kalten Wind noch aushalten, dann wurde es zu frostig, und wir packten unsere Sachen für den Heimweg zusammen.









Ein schön entspannter letzter Tag.



Im Anschluss ging es zu einem tollen Aussichtspunkt. Von hier aus kann man die Burg, das Zentrum und den Strand von Sesimbra sehen. Das Besondere an diesem Ort ist eine große Schaukel, auf der man das Gefühl hat, in den Himmel fliegen zu können. Wir hatten viel Spaß beim Schaukeln.




Da ich mich an einen weiteren Dinosaurierfundort erinnerte, den mir Franzi auf dem Weg nach Espichel gezeigt hatte, beschlossen wir, auch dort noch hinzufahren, damit auch Wolf und die Kinder die Kirche und den Leuchtturm sehen konnten.
Der zweite Weg zu den Dinosaurierabdrücken war ziemlich weit und auch gar nicht so einfach für mich zu bewältigen. Aber mit viel Zeit und Geduld haben wir auch diesen Weg geschafft. Zwischendurch hatten wir immer wieder wunderbare Ausblicke auf das Meer und die Klippen.





Nun war es Zeit für einen kleinen Snack, den wir an einem kleinen Imbiss in Espichel zu uns nahmen.


Ein kurzer Spaziergang zur Kirche, und dann wollten wir noch ein oder zwei Fotos vom Leuchtturm (für Andi) machen.

Zufällig sahen wir, dass der Leuchtturm am Mittwoch geöffnet ist, allerdings nur zu bestimmten Zeiten. Es war gerade kurz nach 16 Uhr, und die nächste Führung sollte um 16:15 Uhr starten. Der Leuchtturm ist noch immer aktiv, und der Leuchtturmwärter wohnt direkt nebenan. Er zeigte uns den Maschinenraum und den Generator, der immer anspringt, wenn der Strom ausfällt. Leider konnte ich nicht mit nach oben, da eine sehr enge Treppe in den 32 Meter hohen Turm führt. Die erste Treppe hat 135 Stufen, und die zweite dann noch einmal 15.

Die Stufen führten auf das Dach des Leuchtturms, dessen Licht 48 km weit sichtbar ist. Dies verdankt er der 1.000-Watt-Glühlampe. Früher wurde das Licht mit Olivenöl erzeugt, später wurde dann Petroleum verwendet. Charlie und Wolf konnten die Lampe im Detail betrachten – ihre Größe ist wirklich beeindruckend! Sie konnten sogar einmal um die Lampe herumlaufen.




So ein Leuchtturm ist wirklich beeindruckend.


Unser Rundgang begann mit einer kleinen Kirche, die durch ihre beeindruckenden Wandmalereien auf Fliesen beeindruckte.



Darüber hinaus gibt es hier:
Eine Olivenölmühle, in der früher das Pressen der Oliven unter militärischer Aufsicht stattfand.
Eine Fleischerei, die vermutlich für den Verkauf und die Verarbeitung von Rindern genutzt wurde.
Mehrere Kornspeicher, die über das Gelände verteilt waren. Diese Speicher bestanden aus krugförmigen Löchern im Boden, in denen das Korn gelagert und mit Steinen abgedeckt wurde.
Und natürlich viele wunderbare Sichten auf die Küste.



Im Anschluss gönnten wir uns eine erfrischende Limonade und ein Eis am Kiosk.


Nach dem Burgbesuch fuhren wir in die Stadt. Dort besichtigten wir das Fort direkt am Stadtstrand, das ebenfalls einen wunderschönen Blick auf den sich darunter ausbreitenden Strand bot. Nach einem gemütlichen Stadtbummel und einer kleinen Stärkung kehrten wir schließlich in unsere Unterkunft zurück, um zu entspannen.



Der Sockel von Cristo Rei ragt 82 Meter in die Höhe, und die Statue selbst fügt noch einmal 28 Meter hinzu. Von dort oben bot sich uns ein atemberaubender Ausblick auf Lissabon und die Ponte de 25 Abril, die den Fluss Tejo überspannt. Obwohl die Warteschlangen lang waren, hat sich das Warten absolut gelohnt.


Nach dem Besuch fuhren wir mit der Fähre nach Lissabon hinüber. Lennys Wunsch war es, einen frischen Ananas Cocktail aus einer aufgeschnittenen Ananas zu trinken.

Nachdem dieser Wunsch erfüllt war, machten wir einen kleinen Spaziergang am Wasser entlang und kamen an einen Platz, wo wir eine alte rote Straßenbahn entdeckten. Obwohl die rote Straßenbahn charmant aussah, wollte ich unbedingt mit einer der klassischen gelben Bahnen fahren – und glücklicherweise ließ die nächste nicht lange auf sich warten.


Wir entschieden uns für die Linie 25, die durch die ruhigeren, authentischen Viertel Lissabons führt. Unser Ziel war der Quiosque 28, an der Endhaltestelle der Linie. Eigentlich hatten wir den Ort nur ausgewählt, weil wir dort nicht umkehren konnten und die Bahn hier nicht weiterfuhr. Doch es stellte sich als Glücksgriff heraus: Ab 17 Uhr war dort Happy Hour für Aperol und Gin Tonic. Perfekt! Schnell hatten wir Getränke und einen Snack bestellt. Die Besitzerin, eine sehr herzliche Frau, erklärte uns, dass die Pommes ein wenig länger dauern würden, weil sie mit ganz viel Liebe frisch zubereitet werden. Und tatsächlich – sie wurden sogar frisch geschnitten!


Die Besitzerin erzählte uns ihre Geschichte: Vor sieben Jahren war sie mit einem Erasmus-Programm von Frankreich nach Lissabon gekommen und hatte sich so in die Stadt verliebt, dass sie einfach blieb. Außerdem gab sie uns einen großartigen Tipp für unseren geplanten Besuch in Carcassonne, wenn wir von Toulouse aus starten würden. Die entspannte Atmosphäre des Quiosques lud uns zum Verweilen ein. Schließlich nahmen wir die Linie 25 zurück und machten an der Flusspromenade halt, wo wir ein kleines Abendessen genossen, bevor es mit der Fähre zurück zum Auto ging.




Auf der anderen Seite angekommen, lag die Ponte de 25 Abril im goldenen Licht der untergehenden Sonne, und wir blieben einen Moment, um das Bild zu genießen (und zu fotografieren).
Kurz darauf bemerkten wir den Supermond, der tief am Horizont stand. Wir nutzten die Gelegenheit für ein paar Fotos, bevor wir uns auf den endgültigen Rückweg machten.







Nach dem lebendigen Markttreiben unternahmen wir einen entspannten Spaziergang durch die malerischen Gassen des Städtchens. Da es Sonntag war und die meisten Geschäfte geschlossen hatten, herrschte eine ruhige und angenehme Atmosphäre in der Stadt.




Die kleinen, charmanten Häuschen und die bunt geschmückten Gassen verströmten einen ganz besonderen Charme. Inmitten dieses Gewirrs aus Gassen entdeckten wir ein kleines Café, wo die Kinder sich zwei Kugeln Eis aussuchen durften. Da die Kugeln so riesig waren, hatten wir alle etwas davon.



Am Abend kochten wir dann eine Hühnersuppe für Lenny, der sich leider erkältet hatte und mit Husten und Schnupfen kämpfte.
